Selbsthilfegruppe mit der Krankheit „Morbus Bechterew“ auf Radtour

der Landesverband Schleswig Holstein on Tour

„Morbus Bechterew“ ist eine tückische und sehr schmerzhafte Erkrankung der Gelenke und der Wirbelsäule. Diese unheilbare Krankheit führt zu einer starken Verkrümmung des Körpers und Versteifung der Gelenke. Die Erkrankten sind zwar chronisch krank aber trotzdem fröhlich!

Einige sind äußerlich schon krumm, aber innerlich gradlinig und aufrichtig!
Das haben die Mitglieder der Selbsthilfegruppen des Landesverbandes Schleswig-Holstein„Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) Anfang Juni 2013 beweisen können. Anlässlich des 33-jährigen Jubiläums machten sie eine Fahrradtour zwischen Brunsbüttel und Wedel. Sie sind ca. 2 x 33 km gefahren! Es sollte bewusst keine Feier sein, vielmehr wollte man auf die Selbsthilfegruppen öffentlich aufmerksam machen. Eine Gruppe fuhr die Strecke von Wedel bis nach Kollmar. Eine andere Gruppe fuhr die Strecke von Brunsbüttel bis Kollmar. In Kollmar war der zentrale Punkt dieser Veranstaltung, an der sich alle Radfahrer, Nichtradfahrer und Helfer getroffen haben.

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Es waren Mitglieder aus den Gruppen Lübeck, Norderstedt, Pinneberg, Kiel, Ahrensburg und Mölln/Ratzeburg angereist. Die jüngste Mitfahrerin war 8 Jahre alt, der älteste 72 Jahre. Die erste Gruppe von fast 33 Radfahrern startete die Radtour vom Parkplatz „Badebucht“ in Wedel. Zuerst ging es vorbei an den Angelteichen bis zum Elbdeich. Dieser wurde überquert, um direkt an der Elbe entlang zu fahren. Das Wetter war durch Hochnebel bedeckt. Es wehte allen ein frischer Wind entgegen, deshalb entschloss sich die Gruppe ab „Fährmannssand“ auf der anderen Deichseite weiter zu fahren. Trotz des Wetters war die Stimmung bestens! Der durch die Schafe teils behinderte und mit schwarz-braunen Kugeln garnierte Radweg führte an der Hetlinger Schanze vorbei. Von den riesigen Strommasten waren nur die ersten 20 m zu sehen, der Rest, der sich in die Höhe streckte, war durch den Hochnebel verdeckt. Der Wind wollte nicht nachlassen, aber auch die gute Stimmung der Radler nicht.

Bei Haselau erreichte die Gruppe die „Verpflegungsstation“, die durch zwei Helfer der
Gruppe Pinneberg am Radlerrastplatz beim Elbdeich eingerichtet war. Es gab Getränke, Bananen und kleine Snacks. Leider war eine längere Pause nicht möglich, da die Sperrwerke der Pinnau und der Krückau bis 13:00 Uhr überquert sein mussten. Trotzdem stoppte die Gruppe zwischendurch, um zuzusehen, wie eine Schafherde geschoren wird. Die beiden Sperrwerke wurden rechtzeitig passiert und wenige Minuten danach war das Ziel in Kollmar erreicht. Kurz darauf traf dann auch die Fahrradgruppe aus Brunsbüttel ein. Alle freuten sich, dass diese Tour ohne Pannen und Ausfälle abgelaufen ist.

In Kollmar warteten schon Grilladen von einem brasilianischen Grill. Anschließend konnten sich die Radler noch am Kuchenbuffet bedienen, das nur mit Selbstgebackenem der Teilnehmer bestückt war. Das Wetter meinte es noch halbwegs gut; denn es regnete nicht. Nach ca. 2 Stunden sind dann schon die ersten Mitfahrer aufgebrochen, welche die gleiche Strecke nach Wedel zurückfahren wollten. Der Rest der Radler wurde samt der Fahrräder mit einem selbst organisierten Transport zum Ausgangspunkt nach Wedel bzw. Brunsbüttel zurück befördert.
Bemerkenswert ist, dass diese Veranstaltung ohne öffentliche Zuschüsse oder Sponsoring ausgerichtet worden ist. Den ehrenamtlichen Helfern gilt ein großes Dankeschön