Orthopäden Aktion: „Den Bechterew übersehe ich nicht – ich mache mit“

Plakat, den Morbus Bechterew übersehe ich nicht!

Schneller erkennen, schneller helfen – im Laufe des Jahres werden sich bundesweit Orthopädenpraxen als Morbus Bechterew Praxen ausweisen können. Dazu startet ab diesem Jahr eine Fortbildungsaktion von Orthopäden für Orthopäden in Kooperation mit dem DVMB, der in diesem Jahr sein 33jähriges Bestehen feiert: „Den Bechterew übersehe ich nicht – ich mache mit“. Die Fortbildungsaktion richtet sich an das dichte Netz aus 6.000 Orthopäden und Unfallchirurgen und wird gezielt auf die Früherkennung und Frühbehandlung des Morbus Bechterew hin fortbilden. Damit sollen Patienten durch ein dichteres Netz an geschulten Orthopäden früher Hilfe erhalten.Die Patienten werden künftig schneller erkennen, wo sich „Morbus Bechterew“ Praxen finden lassen. Denn die Teilnahme an einer der regionalen Fortbildungsveranstaltungen für Orthopäden „Den Bechterew übersehe ich nicht – ich mache mit“ berechtigt die orthopädischen Praxen, dies u.a. über ein Zertifikat nach außen zu dokumentieren (und auch über Praxisposter, Patientenflyer und Patientenfragebögen). Die teilnehmenden Praxen sollen z.B. in Arztsuchmaschinen des BVOU entsprechend kenntlich gemacht werden.

Inhaltlich zeichnet die Sektion Orthopädische Rheumatologie im Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) verantwortlich. Medizinische Inhalte und der Austausch mit einem Patientenvertreter des DVMB sind der Kern der Fortbildungen. Sie werden flächendeckend regional angeboten, „Die Orthopäden werden durch frühe Diagnostik und Therapie helfen, Folgeschäden zu vermeiden“, schildert Sektionsleiter Dr. med. Uwe Schwokowski den Aufbau der orthopädischen Fortbildung.

Das Ziel:

  • Früherkennung des entzündlichen Rückenschmerzes und frühe Diagnosestellung der Axialen Spondyloarthritis/ Ankylosierenden Spondylitis.
  • Frühbehandlung – dies, wo geboten, in Kooperation mit Rheumatologen.

Wenn sich viele von den 6.000 Orthopäden und Unfallchirurgen für die Früherkennung einsetzen, bildet sich ein hervorragendes Früherkennungsnetz heraus. „Die Orthopädischen Rheumatologen werden ihren nicht rheumatologisch weitergebildeten Kolleginnen und Kollegen das Wissen so vermitteln, dass bundesweit ein dichteres Netz der Früherkennung entsteht“, schildert der Orthopädische Rheumatologe Uwe Schwokowski.

Und: „Die Orthopädischen Rheumatologen stellen sich für die Patienten orthopädischer Praxen zur Diagnosesicherung zur Verfügung und garantieren bevorzugte Patientenübernahme.“

„Dass bis zur Diagnose immer noch acht bis zehn Jahre des Leidens ins Land gehen, dieser Missstand muss beendet werden. Früherkennung und Frühbehandlung sind dringend notwendig. Deshalb begrüßt der DVMB die Initiative der Orthopäden und Unfallchirurgen, alles für eine frühere Erkennung zu tun. Wir unterstützen daher die Fortbildungsaktion mit unserem Wissen und entsenden unsere regionalen Patientenvertreter“, beschreibt DVMB Geschäftsführer Ludwig Hammel das Engagement. Termine und Informationen